Cargo – Zeitschrift für Ethnologie

Geschichte

Mit der Ausrichtung so genannter „Ethno-Treffs“ um das Jahr 1979, entstand ein Raum, in dem ethnologische Themen unter Studierenden zwanglos diskutiert werden konnten. Aus diesen Treffen ging 1980 das Projekt Cargo – Zeitschrift für Ethnologie hervor. Seitdem ist die Cargo ein Forum für den Austausch von Informationen und Meinungen zur Ethnologie und bietet ein Netzwerk von Ethnologieinteressierten im deutschsprachigen Raum. In ihrer ersten Ausgabe wurde die Cargo wie folgt angekündigt:

„Liebe Ethnos,
hier ist sie nun, die „Überregionale Zeitung“ der Ethnologiestudenten. Was als fixe Idee auf dem Tübinger Ethnotreff in den Raum geworfen wurde, nahm in mühseliger Kleinarbeit langsam Gestalt an, und Dank der Hilfe von ein paar Idealisten liegt die fertige Cargo vor euch. Was sie ist und was sie nicht ist – beurteilt es selbst; sie ist auf jeden Fall das Produkt Eurer (Nicht-)Aktivitäten, und damit so gut oder so schlecht, wie die Resonanz…“

In ihrer Gesamtheit bieten die Ausgaben der Cargo Einblicke in theoretische Ansätzen und Debatten der Ethnologie im Wandel der Zeiten, sowie deren Relevanz aus Sicht der Studierenden. Die Cargo informiert seit jeher auch über Trends und Events mit Bezügen zur Ethnologie.  Darüber hinaus bietet sie einen Überblick wie Studierende ihre Rolle in den Instituten und ihre Berufsaussichten als EthnologInnen wahrnehmen.

Der Name der Cargo leitet sich derweil von dem für Melanesien beschriebenen Cargo-Kult ab. So galten die europäischen Schiffe bis in das 18. Jahrhundert bei den Melanesieren als Boten einer überirdischen Welt. Die Ladung (=Cargo) erschien den Bewohnern, da nur schwer oder gar nicht zugänglich, geheimnisvoll und wurde zum Teil kultisch verehrt.

Wechselnde Redaktionen von Studierenden u.a. aus Berlin, Tübingen, Mainz, Köln, Wien, Hamburg, Göttingen, Freiburg, München, Marburg, Frankfurt a.M. und Heidelberg engagierten sich jeweils für das Erscheinen der Cargo. Im Jahr 2012 wechselte die Redaktion von Halle/Leipzig nach Bayreuth. Seitdem wird die Cargo durch interessierte Studierende des gemeinnützigen Vereins zur Förderung von jungen NachwuchswissenschaftlerInnen der Ethnologie und Sozialanthropologie Bayreuth e.V. redaktionell betreut.

In Anlehnung an: Drubig, Roland (2007): ‚Kurze Reminiszenz an die Ursprünge der Cargo‘, in: Cargo – Zeitschrift für Ethnologie, 27, S. 5-6